Die Sprache der Pferde ist so „leise“ in ihren Bewegungen, dass vor allem der Mensch, der Auge und Ohr für nichts anderes hat, als sich selbst wahrzunehmen, nicht die geringste Chance hat, diese Sprache mit seinen Sinnen aufzunehmen. Das hoch sensible Gegenüber nimmt aber das wahr, was wir gar nicht sagen wollen, aber durch unsere Körpersprache ungewollt zum Ausdruck kommt: Nähe, Distanz, Zuwendung, Abweisung, Entschlossenheit, Zögerlichkeit, Schutz, Bedrohung, Freude, Angst, …. – alles, was wir mitteilen (oder auch verbergen!) wollen, wird in dieser Sprache ausgedrückt und vom empfindsamen Partner Pferd „gehört“, dh in diesem Fall aus der Körpersprache gelesen.

In der pferdegestützten Therapie beschäftigen wir uns mit den Themen Achtsamkeit, Präsenz, Focus, Wach- und Aufmerksamkeit, Verantwortung und Abgrenzungsfähigkeit. In der Begegnung mit dem Pferd nähern wir uns gemeinsam und unter Anleitung den vorherrschenden Themen. Diese Therapieform richtet sich an jedermann(frau), welche neue Wege zu sich selbst beschreiten wollen und dabei den „Umweg Pferd“ in Kauf nehmen möchten.

Speziell in der tiergestützten Intervention mit Kindern arbeiten wir mit einer engagierten Sozialpädagogin im Bereich sensorische Integration zusammen und sind oft tief berührt und glücklich, was für große Entwicklungsfortschritte Kinder im spielerischen Umgang mit Pferden machen. Besonders wichtig für uns ist, dass wir aus ganzheitlicher Sicht mit Menschen und nicht mit „Diagnosen“ arbeiten.